BBG kauft Brunolie

Brunolie – ein Herz für Tiere

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M&A Team
16. 04. 2021
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Am 01.Februar 2021 verkaufte Robin Thies seine E-Commerce-Marken Brunolie und Homeoutfit24 an die Berlin Brands Group. 

Im Jahr 2014 fing alles an. Direkt nach der Ausbildung nutzte Robin seine guten Kontakte zu einem großen deutschen Matratzenhersteller und begann, Kissen, Faltmatratzen und Ersatzbezüge für Ampelschirme auf Ebay und Amazon zu verkaufen. Das Wachstum ging durch die Decke. Schnell war der erste Mitarbeiter für das Lager an Bord, ein Warenwirtschaftssystem wurde installiert. 2017 entschloss sich der Hersteller, auch Hundebetten anzubieten. Robin war der strategische Partner für den Online-Vertrieb. 2018 gründete er die Brunolie GmbH und ließ Brunolie als Marke schützen. Die Idee: Wer ein Herz für Tiere hat, will seinem Hund zu Hause selbstverständlich auch den besten Schlafplatz bieten. Die Qualität der Hundebetten ist hervorragend, sie sind hochwertig verarbeitet, erfüllen orthopädische Ansprüche, bleiben dabei aber bezahlbar. Das gilt auch für die Gartenstühle und -auflagen, die unter der Marke Homeoutfit24 verkauft werden. Die Erfolgskurve kann sich sehen lassen: Der Umsatz der beiden Marken stieg von 1 Mio. € im Jahr 2018 auf 6,8 Mio. € im Jahr 2020. Anfang 2021 erwirtschafteten die Marken schon rund 1 Mio. € pro Monat.

Robin, warum hast Du verkauft?

„Da kamen mehrere Faktoren zusammen. Zum einen hat ein wichtiger Mitarbeiter im Herbst das Unternehmen verlassen. Zu dem Zeitpunkt waren wir ein Team von acht Festangestellten und 20 Aushilfen, das geführt werden musste. Da ging mir so durch den Kopf, dass ich entweder alles allein schultern oder mir mühsam eine neue rechte Hand suchen muss. Zum anderen steigt das Risiko, je schneller man wächst. Es gab Liquiditätsengpässe, die bei so einem Wachstum zwar unumgänglich sind, wenn man keine Anteile an Investoren abgeben möchte, aber trotzdem störend waren. Und ein gewisses Risiko besteht immer. Auch die Transportlogistik spielte eine Rolle. Wir versendeten Pakete mit einem Durchschnittsvolumen von knapp 200 Litern, die kein Transportdienstleister gern sieht. Ein großes Unternehmen wie BBG wird sicherlich keine vierteljährlichen Preiserhöhungen zulassen müssen. Und schließlich wollte ich nach sieben Jahren Vollpower auch mal durchatmen.“

Warum BBG?

„Wir hatten bestimmt 20 Anfragen von Aufkäufern, auch von BBG. Viele haben aber noch nicht bewiesen, dass sie die Marken gut weiterführen können. Dann kam eins zum anderen. Peter Chaljwaski, der BBG-Gründer, hatte für seinen Hund selbst ein Brunolie-Bett gekauft. Er kannte uns also schon vorher. Dann gab es zufällig noch persönliche Kontakte zu BBG. Und Das M&A-Team hat nicht nur beim Verkaufsprozess hochprofessionell agiert, sondern auch links und rechts geholfen, viele Dinge rund um die Firma für mich zu regeln. Beim Kaufpreis lagen wir zu Beginn sehr weit auseinander. Am Ende haben wir uns aber so geeinigt, dass ich damit sehr gut leben kann. Außerdem haben wir eine gute Earn-up-Regelung vereinbart. Ich bin total überzeugt, dass BBG die eigenen Ziele mit Brunolie gut erreichen wird. Die Marke Homeoutfit24 geht in die hauseigene Marke blumfeldt über und ich bin sicher, dass auch die Homeoutfit24-Produkte weiterhin erfolgreich laufen werden.“

Was kommt jetzt?

„Erstmal durchatmen. Ich bin noch einmal im Monat bei Besprechungen zur Produktentwicklung dabei. Ich möchte auch sehen, wie alles weitergeht. Außerdem garantiere ich ja noch einen guten Draht zum Hersteller. Ansonsten stehen ein paar Dinge an, die ich schon lange geplant hatte. Ich habe einen Pilotenschein, für den ich noch weitere Berechtigungen erwerben will. Und ich habe mir einen Camper gekauft. Da kann ich den nächsten Job auch vom Camper-Office aus machen. Mit einem Team von vier Leuten verfolgen wir derzeit bereits die Idee einer Brand-Builder Company, mit der wir mehrere Marken parallel fokussiert aufbauen. Es gibt ja noch viele grundsätzlich interessante Produkte, die noch nicht gut gemacht sind und perfektioniert werden können. Sicherlich werden wir über diese Marken in Zukunft dann auch wieder mit BBG verhandeln.“

Bild: © Brunolie

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